← Alle Artikel · 25. 09. 2026 · 3 Min. Lesezeit

Bücher katalogisieren: So erfassen Sie Ihre private Bibliothek

Ein Katalog der eigenen Bücher klingt nach einer Aufgabe für Bibliothekare. Mit der richtigen Methode ist er an einem Nachmittag erledigt, und er zahlt sich schneller aus als gedacht.

Katalog einer privaten Bibliothek mit Buchcovern auf dem Smartphone

Wer seine Bücher katalogisiert, kauft keine Doppelten mehr, weiß, wem er welches Buch geliehen hat, und hat beim Umzug, bei der Hausratversicherung oder bei einem Nachlass eine Liste statt einer Schätzung. Dass die meisten privaten Kataloge nach dem dritten Regal liegen bleiben, liegt selten an der Motivation, sondern an der Methode.

1. Festlegen, was Sie erfassen wollen

Jedes zusätzliche Feld kostet Zeit pro Buch. Für die meisten Privatbibliotheken reicht:

2. Die passende Methode wählen

MethodeTempoGeeignet fürGrenzen
Tabelle (Excel)Langsam, 1–2 Min. pro BuchKleine SammlungenTippfehler, keine Cover, am Handy unpraktisch
Barcode-AppSchnell bei neueren BüchernBücher ab ca. 1975Ältere Bücher haben keinen Barcode, deutsche Ausgaben fehlen oft in den Datenbanken
Foto des ganzen RegalsAm schnellstenGroße SammlungenBei abgenutzten Buchrücken kurz nachkontrollieren

In der Praxis kombiniert man: Regale mit gut lesbaren Buchrücken fotografieren, den Rest per Barcode scannen und die wenigen übrigen von Hand eintragen.

3. Regal für Regal arbeiten

Nehmen Sie sich immer ein ganzes Regal vor und schließen Sie es ab. Ein halb erfasster Bestand ist trotzdem nützlich, ein halb sortierter Bücherstapel auf dem Boden nicht. Beginnen Sie mit dem Regal, das Sie am häufigsten nutzen.

Tipp: Das Impressum, meist auf der Rückseite des Titelblatts, identifiziert ein Buch viel genauer als der Umschlag: Verlag, Ort, Jahr, Auflage. Für ältere Bücher ohne ISBN ist es der beste Weg zur richtigen Ausgabe.

4. Alte Bücher ohne ISBN

Die ISBN gibt es erst seit 1970, und viele Verlage druckten sie noch Jahre später nicht. Gängige Buch-Apps finden solche Titel kaum, weil ihre Datenbanken auf dem heutigen Handel beruhen. Vollständig verzeichnet sind sie dagegen dort, wo seit Jahrzehnten jedes Buch gesammelt wird: in den Nationalbibliotheken. In Deutschland ist das die Deutsche Nationalbibliothek, dazu kommen Verbundkataloge wie K10plus und in Österreich der Österreichische Bibliothekenverbund.

So geht es mit Libella

Libella ist eine Web-App genau für diese Aufgabe, mit deutscher Oberfläche. Sie können:

Titel, Autor, Cover, Verlag, Jahr und Seitenzahl ergänzt Libella automatisch, unter anderem aus der Deutschen Nationalbibliothek, K10plus und dem Österreichischen Bibliothekenverbund sowie weiteren Nationalbibliotheken in Europa und den USA. Doppelte Bücher meldet die App beim Hinzufügen, verliehene Bücher lassen sich markieren, und den ganzen Katalog können Sie als PDF speichern oder per Link teilen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, 500 Bücher zu erfassen?

Von Hand zwei bis drei Tage, per Barcode-Scan ein bis zwei Nachmittage, mit Regalfotos wenige Stunden plus etwas Kontrolle.

Ist Libella kostenlos?

Die ersten 100 Bücher sind dauerhaft kostenlos, der ISBN-Scan ebenfalls. KI-Funktionen wie Regalfotos verbrauchen Credits; jedes neue Konto erhält 100 Credits zum Ausprobieren, genug für ein Regal. Für größere Bibliotheken gibt es ein Abo (2,99 € im Monat) oder eine Einmalzahlung (29 €).