Wer seine Bücher katalogisiert, kauft keine Doppelten mehr, weiß, wem er welches Buch geliehen hat, und hat beim Umzug, bei der Hausratversicherung oder bei einem Nachlass eine Liste statt einer Schätzung. Dass die meisten privaten Kataloge nach dem dritten Regal liegen bleiben, liegt selten an der Motivation, sondern an der Methode.
1. Festlegen, was Sie erfassen wollen
Jedes zusätzliche Feld kostet Zeit pro Buch. Für die meisten Privatbibliotheken reicht:
- Titel und Autor
- Verlag und Erscheinungsjahr, wichtig bei älteren und gesammelten Büchern
- ISBN, sofern vorhanden
- Standort: Zimmer oder Regal
- Status: gelesen, ungelesen oder verliehen an…
2. Die passende Methode wählen
| Methode | Tempo | Geeignet für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Tabelle (Excel) | Langsam, 1–2 Min. pro Buch | Kleine Sammlungen | Tippfehler, keine Cover, am Handy unpraktisch |
| Barcode-App | Schnell bei neueren Büchern | Bücher ab ca. 1975 | Ältere Bücher haben keinen Barcode, deutsche Ausgaben fehlen oft in den Datenbanken |
| Foto des ganzen Regals | Am schnellsten | Große Sammlungen | Bei abgenutzten Buchrücken kurz nachkontrollieren |
In der Praxis kombiniert man: Regale mit gut lesbaren Buchrücken fotografieren, den Rest per Barcode scannen und die wenigen übrigen von Hand eintragen.
3. Regal für Regal arbeiten
Nehmen Sie sich immer ein ganzes Regal vor und schließen Sie es ab. Ein halb erfasster Bestand ist trotzdem nützlich, ein halb sortierter Bücherstapel auf dem Boden nicht. Beginnen Sie mit dem Regal, das Sie am häufigsten nutzen.
4. Alte Bücher ohne ISBN
Die ISBN gibt es erst seit 1970, und viele Verlage druckten sie noch Jahre später nicht. Gängige Buch-Apps finden solche Titel kaum, weil ihre Datenbanken auf dem heutigen Handel beruhen. Vollständig verzeichnet sind sie dagegen dort, wo seit Jahrzehnten jedes Buch gesammelt wird: in den Nationalbibliotheken. In Deutschland ist das die Deutsche Nationalbibliothek, dazu kommen Verbundkataloge wie K10plus und in Österreich der Österreichische Bibliothekenverbund.
So geht es mit Libella
Libella ist eine Web-App genau für diese Aufgabe, mit deutscher Oberfläche. Sie können:
- die ISBN scannen, einzeln oder mehrere Bücher hintereinander,
- ein ganzes Regal fotografieren: die KI erkennt die Bücher an den Buchrücken,
- das Impressum fotografieren, wenn ein Buch keine ISBN hat.
Titel, Autor, Cover, Verlag, Jahr und Seitenzahl ergänzt Libella automatisch, unter anderem aus der Deutschen Nationalbibliothek, K10plus und dem Österreichischen Bibliothekenverbund sowie weiteren Nationalbibliotheken in Europa und den USA. Doppelte Bücher meldet die App beim Hinzufügen, verliehene Bücher lassen sich markieren, und den ganzen Katalog können Sie als PDF speichern oder per Link teilen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, 500 Bücher zu erfassen?
Von Hand zwei bis drei Tage, per Barcode-Scan ein bis zwei Nachmittage, mit Regalfotos wenige Stunden plus etwas Kontrolle.
Ist Libella kostenlos?
Die ersten 100 Bücher sind dauerhaft kostenlos, der ISBN-Scan ebenfalls. KI-Funktionen wie Regalfotos verbrauchen Credits; jedes neue Konto erhält 100 Credits zum Ausprobieren, genug für ein Regal. Für größere Bibliotheken gibt es ein Abo (2,99 € im Monat) oder eine Einmalzahlung (29 €).
